Informationen zum Hallenbadneubau
Hallenbadneubau neben dem Freibad führt zum langfristigen Erhalt
Stommeln. Bürgermeister
a.D. Dr. Morisse hatte bereits 2008 darauf hingewiesen, dass eine
Kombination von Hallen- und Freibad zur langfristigen Sicherung des
Freibades führt. Er stellte fest, dass es wegen des Schul- und
Vereinsschwimmens nicht möglich wäre, auf das Hallenbad zu verzichten.
Sofern Sparmaßnahmen nicht mehr ausreichen würden, um Defizite zu
verhindern, entstünde die Frage nach der Finanzierbarkeit der zwei
Schwimmbäder.
"Da es wegen des Schul- und Vereinsschwimmens
nicht möglich wäre, auf das Hallenbad zu verzichten, bliebe nur die
Schließung des Freibades. Ich würde diese Maßnahme in einer Zeit, in
der immer mehr Familien auf Urlaubsreisen verzichten müssen, als
unerträglich empfinden.
Ein Kombibad aber könnte niemand schließen,
da es für die Deckung des Grundbedarfs unabweisbar erforderlich ist,"
so Dr. Morisse am 17. Oktober 2008.
Gründe für eine Kombination von Hallen- und Freibad
In
der Bürgerinformationsveranstaltung im Dezember 2008 wurde von
Bürgermeister a.D. Dr. Morisse erklärt, dass für den Neubau neben dem
Freibad wirtschaftliche und ökologische Gründe sprechen. „Es ist von
beachtlichen Synergieeffekten auszugehen. Der Energiebedarf wird
deutlich sinken. Die Technik kann gemeinsam genutzt werden. Das
ebenfalls renovierungsbedürftige Freibad kann erhalten und weiter
betrieben werden. Das ist wichtig für die Menschen, die im Sommer in
den Ferien nicht verreisen können und ihre Freizeit in der Stadt
verbringen. Am Standort Pulheim ein neues Hallenbad und ein neues
Freibad zu errichten, scheidet wegen der immensen Kosten aus. In
Stommeln steht für den Hallenbadneubau bereits ein großzügiges
stadteigenes Grundstück zur Verfügung. Parkplätze sind in ausreichender
Zahl vorhanden. Die Anlagen sind mit dem öffentlichen
Personennahverkehr bequem zu erreichen,“ so Bürgermeister a.D. Dr.
Morisse weiter.
Wer das Freibad langfristig erhalten möchte, sollte sich für einen Neubau am Standort Stommeln einsetzen.
Nur durch den Betrieb von einem kombinierten Hallen- und Freibad wird
es langfristig möglich sein, die Attraktivität in der Bäderlandschaft
zu erhalten. Insofern kann man sich der Einschätzung des damaligen
Bürgermeisters Dr. Morisse nur anschließen.
Informationen zum Hallenbadneubau
Sind bereits sämtliche Leistungsphasen vergeben?
Bietergespräch war wesentliches Zuschlagskriterium
Stommeln.
Die beim Hallenbadneubau in Stommeln beteiligten Firmen könnten bereits
für sämtliche Leistungsphasen den Zuschlag erhalten haben. Dieser
Eindruck entsteht, wenn man dem dokumentierten Ausschreibungsverfahren
folgt. Ebenfalls ist interessant, dass bei den Zuschlagskriterien die
aus dem Bietergespräch gewonnenen Eindrücke mit über 55 Prozent
eingeflossen sind.
Zum einen wird aus den vorliegenden
Informationen deutlich, dass die Vergabe der Generalplanleistungen
bereits sämtliche Leistungsphasen umfasst. So wurde bei der Vergabe
lediglich eine Vereinbarung vorgesehen, bei der die jeweiligen
Leistungsphasen 4 – 9 optional zu den vereinbarten Vertragsbedingungen,
deren genauer Inhalt jedoch der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, in
Auftrag gegeben werden können.
Zum anderen finden sich
Hinweise auf die Zuschlagskriterien für die Vergabe des Auftrags. Diese
umfassen demnach drei Punkte: Honorar (20 Prozent Gewichtung), aus dem
Bietergespräch gewonnene Eindrücke (55 Prozent) und Aussagen zur
Organisation der Objektüberwachung (25 Prozent). Warum die Eindrücke
aus dem Bietergespräch hier Hauptkriterium sind, kann ohne weiteres
nicht nachvollzogen werden. Mag dies rechtlich gesehen völlig
unverdächtig erscheinen, bleiben jedoch Zweifel, ob nicht die
Wirtschaftlichkeit eher hätte in den Mittelpunkt rücken müssen.
weitere Informationen:
Competitionline - Wettbewerbe und Architektur - Pulheim
DTF GmbH & Co KG - Ingenieure für technische Gebäudeausrüstung
Informationen zum Hallenbadneubau
Schließung des gesamten Cabriobades bei Wartungsarbeiten
In der Pulheimer Bäderlandschaft gibt es derzeit ein Hallenbad und ein Freibad. Jedes Jahr werden diese Bäder zu unterschiedlichen Zeiten gewartet. So werden im Hallenbad die wichtigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten in den Sommerferien durchgeführt, damit die Schulen und Vereine nicht in ihrem Schwimmbetrieb beeinträchtigt werden. Das Freibad wird dagegen außerhalb der Öffnungszeiten gewartet. Somit können die Pulheimer Bürgerinnen und Bürger und die Schulen und Vereine stets ein Schwimmangebot wahrnehmen.
Mit den von der CDU verfolgten Plänen, ein Cabriobad in Stommeln zu bauen, wird sich dies zum Nachteil aller verschlechtern. Wenn Arbeiten an den Becken und der teuren Dachkonstruktion ausgeführt werden müssen, wird das Cabriobad vollständig geschlossen werden. Ausgleichsbecken außen stünden bis auf das Springerbecken nicht zur Verfügung. Dies haben die Gutachter selbst bestätigt.
Es muss für die Pulheimer Bürgerinnen und Bürger ein ganzjähriges und durchgehendes Schwimmangebot gegeben sein. Die Wartungsarbeiten beim Hallenbad sollen wie gewohnt in den Sommerferien ohne Schließungen des Freibadbereichs durchgeführt werden könnten. Das geht nur bei Erhaltung des Freibadbestands. Deshalb NEIN zum Cabriobad.
Informationen zum Hallenbadneubau
Cabriobad wird erheblich teurer als bisher bekannt
Investitions- und Folgekosten steigen an
Bislang sind die Gutachter beim von der CDU favorisierten Cabriobad von Folgekosten in Höhe von 1,42 Millionen Euro jährlich und von Investitionskosten in Höhe von 11,7 Millionen Euro ausgegangen. Nach der neusten Präsentation im Rat am 07.06.2011 sind diese Zahlen nicht mehr zu halten. Die jährlich von der Stadt Pulheim aufzuwendenden Folgekosten steigen um rund 8 Prozent auf insgesamt nunmehr 1,52 Millionen Euro. Bei den Investitionskosten müssten fast 200.000 Euro mehr investiert werden.
Rund 22.000 Euro weniger Einnahmen würden nach der neuen Berechnung beim Cabriobad erzielt werden. Die Einnahmen aus dem Erlös durch Eintrittspreise für das Cabriobad und der Sauna, sowie der Aqua-Kurse und der Aufstellung von Lebensmittelautomaten mussten nach unten korrigiert werden. Höchst bedenklich erscheint, ob die nun errechneten Zahlen sich in der Praxis überhaupt erzielen lassen würden. Andere Cabriobäder mussten nach kurzer Zeit von den kalkulierten Besucherzahlen Abstand nehmen, da die Besucher ausblieben. Für Experimente auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger sollte die Stadt Pulheim kein Geld ausgeben.
Teurer wird die Wartung- und Instandhaltung des Cabriobads. Hier müssten jährlich rund 44.000 Euro ausgegeben werden. Dies ist eine Steigerung im Vergleich zu den bisher bekannten Zahlen um mehr als 37 Prozent. Dabei entfällt auf die teure Dachkonstruktion der größte Betrag. Die Gutachter führen hierzu aus, dass „die Mechanik des Cabriobads aus technischen Gründen eines höheren Wartungsaufwandes bedarf, der sich monetär aus der Differenz zu der Variante 2 errechnen lässt“. Bei der Variante 2 würden die Wartungskosten 22.520 Euro jährlich betragen. Für die Dachkonstruktion müssten somit jährlich rund 21.120 Euro ausgegeben werden. Dies sind fast 50 Prozent der gesamten Wartungskosten.
Zum Vergleich: Bei den Wartungskosten für ein reines Schul- und Vereinsbad in Stommeln würden inklusive des Freibades jährlich nur 10.000 Euro veranschlagt werden müssen.
Hohe Eintrittspreise, Wasserflächenreduzierungen im Freibadbestand, sowie gestiegene Investitions- und Folgekosten sprechen eindeutig gegen ein Cabriobad. Deshalb NEIN zum Cabriobad.
Informationen zum Hallenbadneubau
Cabriobad in Pegnitz – Höhere Kosten für die Stadt
600.000 Euro teurer als die Variante 4 in Pulheim – aber mehr als doppelt so viel Wasserfläche
Die
Stadt Pegnitz in Bayern hat seit dem letzten Jahr ein neues Hallenbad
mit Cabriodach, welches von dem Ingenieurbüro Dr. Krieger gebaut wurde.
Die Investitionssumme belief sich auf 12,5 Millionen Euro netto. Nun
erwartet die Stadt weniger Einnahmen als geplant, so dass die
Verantwortlichen bereits eine Erhöhung der Eintrittspreise nicht
gänzlich ausgeschlossen haben, um damit die Folgekosten nicht noch
größer werden zu lassen.
Bemerkenswert ist, dass der
Hallenbadneubau in Pegnitz nicht zu einer Reduzierung der Wasserflächen
geführt hat. Neben den verschiedenen Becken im Innenbereich befindet
sich auch ein Freibad und ein Solebecken im Außenbereich. Ebenfalls
enthalten ist eine Sauna und eine Brodelgrotte. Obwohl für 12,5
Millionen Euro ein umfängliches Angebot geschaffen worden ist, muss die
Stadt Pegnitz jährlich die Verluste aus dem Betrieb des Hallenbads
ausgleichen.
Spartanisches Cabriobad ohne richtigen Außenbereich in Pulheim
In
Pulheim soll, wenn es nach den Vorstellungen der CDU geht, ein
Cabriobad für 11,9 Millionen Euro gebaut werden. Während in Pulheim die
Gutachter eine Wasserflächenreduzierung auf ca. 600 m² planen, können
die Besucherinnen und Besucher des Cabriobads in Pegnitz insgesamt
1517m² Wasserfläche nutzen. In Pulheim sollen die Freibadbecken
entfernt werden, hingegen wird in Pegnitz neben den Freibadbecken auch
ein Solebecken im Außenbereich vorgehalten.
Wenn man den
Prognosen der Gutachter hinsichtlich der Besucherzahlen trauen sollte,
würde die Stadt Pulheim jährlich 1,52 Millionen Euro für das
spartanische Cabriobad aufbringen müssen. Wenn man aus den Erfahrungen
der anderen Städte lernen würde, sollte die prognostizierten
Besucherzahlen jedoch kritisch hinterfragen werden. Bleiben die
Besucher aus, wird es für alle Bürgerinnen und Bürger teuer. Denn die
Verluste aus den Mindereinnahmen tragen alle. Deshalb NEIN zum
Cabriobad!
Informationen zum Hallenbadneubau
Cabriobad in Kelsterbach hat leere Becken
Das
Sport- und Wellnessbad in Kelsterbach in der Nähe von Frankfurt hat
ebenfalls ein Cabriodach und wird derzeit von der Firma GMF -
Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen mbh
& Co. KG betrieben. Gerechnet hatten die Betreiber mit rund 130.000
Besuchern pro Jahr. Die Besucherzahl mussten jedoch auf 90.000
korrigiert werden, was zu einem Anstieg der Folgekosten für die Stadt
in Höhe von 200.000 € führte.
Die Gutachter kalkulieren für
die, von der CDU gewollte, Cabriobad – Variante in Pulheim 92.000
Besuchern pro Jahr. Sollten diese Zahlen nicht erreicht werden, dann
wird dies unmittelbar zu höheren Folgekosten führen. Dies würde für die
Stadt Pulheim und die Bürgerinnen und Bürger richtig teuer, da die
Verluste von allen bezahlt werden müssten.
Zudem sei erwähnt,
dass das Cabriobad in Kelsterbach nicht mit der von der CDU
favorisierten Variante 4 – Cabriobad Pulheim zu vergleichen ist. In
Kelsterbach wurden zum Beispiel rund 15 Millionen Euro investiert, was
sich vor allem in der Ausstattung bemerkbar macht. Unter anderem
befindet sich im Außenbereich neben dem Wasserspielgarten für Kinder
und dem Springerbecken ein weiteres Schwimmerbecken, ganz ohne Dach!
Zudem gibt es eine großzügig dimensionierte Saunawelt und einen
Wellnessbereich. Unter dem Cabriodach befinden sich ein Kinderparadies,
ein Wellnessbecken und ein Schwimmerbecken.
Bei dem Cabriobad
in Pulheim würden im Außenbereich alle Freibadbecken verschwinden. Nur
das Springerbecken bliebe erhalten. Deshalb NEIN zum Cabriobad.
Informationen zum Hallenbadneubau
Nordbad Neuss – Cabriobad hat weniger Besucher als geplant
In der Stadt Neuss wurden zwei Bäder mit einem Cabriodach gebaut. Es handelt sich zum einen um das Südbad mit einer Wasserfläche von 915 m² und zum anderen um das Nordbad mit einer Wasserfläche von 558 m². Beide Bäder wurden von den Architekten Dr. Krieger gebaut. Das für die Stadt Pulheim unter der Variante 4 geplante Cabriobad würde eine Wasserfläche von ca. 580 m² haben. Es wäre somit ausschließlich vergleichbar mit dem Nordbad in Neuss.
Nordbad Neuss
Das Nordbad Neuss wurde 2008 umgebaut und im Juli 2009 eröffnet. Der Umbau umfasste, ebenso wie dies in Pulheim geschehen soll, den Abriss der vorhandenen Freibadbecken im Außenbereich. Im März 2011 haben die Verantwortlichen der Neusser Bäder und Eissport GmbH eingeräumt, dass die kalkulierten Besucherzahlen nicht erreicht werden können. Auf Grund der eher schwachen Auslastung nach dem Umbau wurde beschlossen, dass das Cabriobad an einem Tag in der Woche für die Öffentlichkeit nicht mehr geöffnet wird.
Zudem steht das Cabriobad bei den Besucherinnen und Besuchern in der Kritik:
Insbesondere wird kritisiert, dass die Außenanlage mit dem großen Nichtschwimmerbereich abgerissen worden ist und das Cabriobad nicht das große Freibadschwimmerbecken ersetzen kann. Das Lehrschwimmbecken und das Schwimmerbecken im Innenbereich des Cabriobades werden aufgrund von Kursangeboten unterteilt, so dass hier weniger Bahnen und Wasserfläche für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Einige Besucher berichteten deshalb, dass Schwimmer anstehen mussten, wenn diese ein paar Bahnen schwimmen wollten.
Großes Unverständnis scheint bei Besuchern auch die Frage nach der Familien- und Kinderfreundlichkeit hinterlassen zu haben. Dabei wird deutlich die Entfaltungsmöglichkeiten für viele Zielgruppen in dem ehemals großen Freischwimmbadbereich angeführt und die Enttäuschung darüber, dass sich durch den Wegfall der Freibadwasserflächen die Angebote für Familien und Kinder spürbar reduziert haben. Ebenfalls werden die Eintrittspreise als Familien- und Kinderunfreundlich beschrieben.
Ausdrücklich soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass die hier zusammengefasste Kritik am Cabriobad sich auf Äußerungen von Besuchern bezieht, die im Internet unter der Adresse http://www.schwimmbadcheck.de/10691/Hallenbad-nordbad.html nachgelesen werden können.
Chronologie beim Hallenbadneubau – 2008 bis 2011
Alle Informationen aus den wichtigsten Rats- und Ausschusssitzungen
Am
23.09.2008 wurde von den Gutachtern der Firma GMF die
Machbarkeitsstudie zu einem künftigen Bäderangebot der Stadt Pulheim
vorgestellt. Seitdem wurden dem Rat der Stadt Pulheim viele Gutachten
vorgelegt. Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine und
Organisationen haben sich in der Diskussion um einen Hallenbadneubau
eingebracht.
Zahlen und Fakten - Alle Gutachten auf einen Blick
Stommeln. Seit am 23. September 2008 die Gutachter der Firma GMF bzw. WSP / CBP die Machbarkeitsstudie zu einem künftigen Bäderangebot der Stadt Pulheim vorgelegt haben, wurden mehrere Studien und Gutachten vorgelegt. Alle Gutachten können Sie hier einsehen.
Machbarkeitsstudie zu einem künftigen Bäderangebot der Stadt Pulheim vom 23.09.2008
Pflichtenheft mit Raum- und Flächenprogramm Neubau Hallenbad mit Sauna am Standort Stommeln in Pulheim vom 24.06.2009
Gutachten der Varianten 1 bis 3 vom 16.03.2010
Gutachten der Variante 4 vom 11.05.2010
Gutachten der Varianten 5 Neu vom Dezember 2010
Zahlen und Fakten zu den Varianten 1 bis 5
In
den letzten Wochen wurde häufig über den Hallenbadneubau diskutiert.
Insgesamt wurden bereits 7 Varianten durch die Gutachter vorgestellt.
Eine Vielzahl an Plänen und Zahlen liegen auf dem Tisch.
In den Gutachten wird zwischen
- Investitionskosten
- Einnahmen und
- Operative Kosten
unterschieden.
Die
einzelnen Berechnungen werden dann in der sog. Deckungsbeitragsrechnung
zusammengefasst. Der sog. Deckungsbeitrag 2 beziffert den jährlichen
Zuschussbedarf für die beiden Bäder.
Bei der Zusammenstellung
der Übersichten wurden die von den Gutachtern der Firma GMF bzw.
WSP/CBP bislang vorgelegten Zahlen verwendet. Die Gutachten sind im
Ratsinformationssystem der Stadt Pulheim einzusehen.Informationen zum
Hallenbadneubau
Zahlen und Fakten zu den Varianten 1 bis 5
Dokumente:
Investitionskosten-Übersicht
Einnahmen-Übersicht
Operative Kosten - Übersicht
Deckungsbeitragsrechnung-Übersicht
Investitionsobergrenze und Deckungsbeitrag
Stommeln. In der Diskussion um den geplanten Hallenbadneubau werden stets zwei entscheidungswichtige Zahlen genannt. Zum einen handelt es sich um die Obergrenze bei den Investitionskosten, zum anderen um den sog. Deckungsbeitrag 2, der den jährlichen Zuschussbedarf bei den Bädern darstellt.
Investitionskosten – maximal 9,7 Millionen Euro
Die Gutachter der Firma GMF Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen mbH & Co.KG stellten in dem Pflichtenheft vom 24. Juni 2009 auf Seite 20 eine Berechnung für den Neubau eines Hallenbades in Stommeln neben dem Freibad auf. Dabei belief sich der Investitionsrahmen auf 12.500.00 € (netto).
In der Ratssitzung vom 30. Juni 2009 wurde dann mehrheitlich beschlossen, dass die Investitionskosten auf 9.663.866 € (netto) begrenzt werden sollen.
Dementsprechend liegt nach dem Ratsbeschluss vom 30. Juni 2009 die Investitionsobergrenze bei ca. 9,6 Millionen Euro (netto).
Deckungsbeitrag 2 – maximal 1,2 Millionen Euro
Der sog. Deckungsbeitrag 2 beziffert den jährlichen Zuschussbedarf für die beiden Bäder. Der Zuschussbedarf lag 2009 bei insgesamt 874.040 €. Dabei entfallen auf das Hallenbad ein jährlicher Zuschussbedarf in Höhe von 612.670,- € und auf das Freibad in Stommeln ein Zuschussbedarf in Höhe von 261.370 € (laut NKF-Haushalt 2011 der Stadt Pulheim Seiten 449 ff.).
Für den Hallenbadneubau wurde eine Obergrenze per Ratsbeschluss festgesetzt. Diese Obergrenze für den jährlichen Zuschuss orientiert sich an den Berechnungen der Gutachter der Firma GMF. Diese hatten in der Machbarkeitsstudie vom 23. September 2008 auf Seite 44 einen jährlichen Zuschussbedarf in Höhe von 1.214.453 € errechnet.
Folglich unterliegt der Deckungsbeitrag 2 bei dem Hallenbadneubau einer Grenze von 1,2 Millionen Euro an dem jährlichen Zuschussbedarf durch die Stadt Pulheim.
Machbarkeitsstudie für ein Schul- und Sportbad auch am Standort Stommeln
Stommeln. Die SPD hat im Dezember 2009 und im November 2010 gefordert, eine Machbarkeitsstudie für ein reines Schul- und Sportbad auch am Standort Stommeln zu prüfen. Nur durch die Kenntnis der vollen Sachlage kann der Rat sachlich entscheiden. Die Verwaltung hat sich daraufhin mit dem Planungsbüro darüber geeinigt, dass auch eine Machbarkeitsstudie für Stommeln als Alternativbetrachtung einbezogen werden soll.Genauso wichtig ist es, dass bei den Folgekosten von maximal 1,2 Millionen Euro jährlich die Kosten des Freibades in Stommeln berücksichtigt werden. Darüber hinaus ist für den langfristigen Erhalt des Freibades eine Sanierung von Teilen der Technik und des Gebäudes unumgänglich. Man wird auch im nächsten Jahr sehr genau beobachten müssen, wie sich die Entscheidungen hinsichtlich der Bäderlandschaft Pulheim entwickeln.
Freibad gefährdet?!
Stommeln. Der Rat der Stadt Pulheim hat sich 2008 nach ausführlicher Debatte einstimmig für die „Stommelner Lösung“ eines kombinierten Frei- und Hallenbads ausgesprochen. Nun will der Bürgermeister das neue Hallenbad anscheinend doch in Pulheim-Mitte bauen. Dort soll ein reines Schul- und Sportbad entstehen. Für den Standort Stommeln wurden dem Rat nur halbrunde Luxusvarianten mit Sauna vorgestellt, die natürlich zu teuer wären. Ob ein reines Schul- und Sportbad auch in Stommeln gebaut werden könnte, wurde bisher nicht geprüft.
Dadurch ist die Erhaltung des Freibads in Stommeln stark gefährdet. Die Vorteile einer Zusammenlegung von Hallen- und Freibad könnten nicht mehr genutzt werden. Notwendige Reparaturen im Freibad würden nicht mehr getätigt, so dass bei anhaltend knappen Kassen zwangsläufig das Freibad in einigen Jahren geschlossen werden müsste. Im Frühjahr 2010 wurden bereits 30.000 € nicht in die Sanierung des Freibads, sondern ins Alte Rathaus Pulheim investiert.
Schließungen von Freibädern sind in der Region bereits jetzt Realität: In Bergheim werden zwei der drei Freibäder geschlossen.
Die Schließung des Freibads Stommeln wäre das Aus für die Freibadkultur in ganz Pulheim.
Die SPD forderte bereits in den Ratssitzungen vom 15. Dezember 2009 und 09. November 2010 eine Machbarkeitsstudie, wie sie jetzt für Pulheim beauftragt ist, für ein reines Schul- und Sportbad am Standort Stommeln. Nur durch die volle Kenntnis der Sachlage kann der Rat auch sachlich entscheiden.
Es muss möglich sein für die geplanten 9,6 Mio. € ein neues Hallenbad zu errichten und auch das Freibad zukünftig allen Bürgerinnen und Bürgern bereitzustellen.